Protokoll der Sinne – 1. Kapitel

Kapitel 1

Der Abreißkalender 

Habe heute Abend Balzac getroffen. Wir unterhielten uns per Buch über die Suche nach dem Absoluten und ich stellte fest, wie war es ist:
Das Leben ist eine menschliche Komödie! Weiß Gott- im wahrsten Sinne! Wir leben die Tage runter- zack – wie im Abreißkalender – wenn das Nachdenken und das Reflektieren auf der Strecke bleibt. Ratsch – Tag ab – knüll und weiter. Ganz einfach immer Nummer nach Nummer – tagesformabhängig! Nummer 15 des Julis – 16, 17 – alle weg gelebt! 
Oder weggelegt; weggerissen aus dem Lebensbuch – neue Seite auf – was leben – umblättern oder ausreißen! Oder „ausreisen“ in ein neues Leben? Auf dem letzten Tagesblatt stand kein Weg.  
Kein Hinweisschildchen nirgendwo – zum totlachen – „komödiantisch“. Das Leben lebt man so ab,und merkt,es wäre wohl Zeit für `nen neuen Weg oder so was Ähnliches, vergisst glatt einer die Wegbeschreibung. Ja was soll man da machen? Mit Humor nehmen und „Das wird schon“ lächeln? „Wird schon!“ 
Ein neuer Morgen – Zack ist die Nacht rum – und ehe man sich versieht das Leben – Abreißkalender Schluss. Punkt. Ach ja und das ist ja auch noch so `ne Sache mit dem Punkt. Ist es nun der Punkt auf dem „I“ der fehlt und wie sieht der denn zum Schluss aus? Da muss man sich am Ende doch wieder entscheiden – oder sucht man ihn noch? Noch einmal im „nächsten Leben“ –falls es da oben `nen neuen Abreißkalender gibt!?

 

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